top of page

Methoden-Training

POM 2.0 (42).jpg

Einordnung POM

Das Methoden-Training ist ein Element der Projektvorbereitung innerhalb des Project Operation Models (POM) und dient dazu, ein gemeinsames Verständnis für die im Projekt eingesetzten Vorgehensmodelle und Methoden zu schaffen. Es vermittelt die Grundlagen agiler Frameworks wie Scrum, Kanban oder SAFe ebenso wie klassischer Projektmanagement-Ansätze. Ziel ist es, ein einheitliches Methodenverständnis aufzubauen, Begriffe zu klären und sicherzustellen, dass alle Beteiligten die gleichen Regeln, Strukturen und Abläufe kennen und anwenden können.

Warum Methoden-Training?

Der Mehrwert eines Methoden-Trainings liegt darin, dass es die Grundlage für eine konsistente und professionelle Projektdurchführung schafft. Missverständnisse über Begriffe, Rollen, Artefakte oder Prozesse werden reduziert, die Zusammenarbeit wird strukturierter und die Qualität der Planung und Steuerung verbessert sich deutlich. Besonders in Organisationen, die methodisch heterogen arbeiten oder sich im Wandel zu agilen Verfahren befinden, sorgt ein Methodentraining für Orientierung und Sicherheit im Umgang mit den gewählten Vorgehensmodellen.

Inhalt des Methodentrainings

Ein Methoden-Training umfasst die systematische Vermittlung der Prinzipien, Strukturen, Rollen und Artefakte der jeweiligen Methode. Dazu gehören z. B. Sprint-Zyklen, Events und Backlogs in Scrum, Fluss-Prinzipien und Work-in-Progress-Limits in Kanban, Skalierungsmechanismen in SAFe oder Planungs- und Steuerungsinstrumente im klassischen Projektmanagement. Ergänzend werden typische Einsatzszenarien, Stärken und Grenzen der Methoden erläutert sowie praktische Übungen und Fallbeispiele integriert, um das Gelernte unmittelbar erlebbar zu machen.

Randbedingungen

Das Methoden-Training sollte in der frühen Projektvorbereitungsphase stattfinden — idealerweise bevor die konkrete Projektumsetzung startet. Es richtet sich an alle Projektbeteiligten sowie relevante Stakeholder, die mit den Methoden arbeiten oder Entscheidungen treffen. Voraussetzungen sind Offenheit für strukturierte Arbeitsweisen und die Bereitschaft, definierte Prozesse und Regeln im Projekt konsequent zu leben.

Wer führt das Training durch?

Methoden-Trainings werden von internen PM-Einheiten, agilen Coaches, Unternehmensakademien oder spezialisierten Trainingsanbietern durchgeführt. Abhängig von Methode, Umfang und Zertifizierungsgrad reichen die Formate von kompakten Grundlagenworkshops bis hin zu mehrtägigen Zertifizierungstrainings. Wichtig ist, dass das Training auf die realen Bedürfnisse des Projekts und der Organisation zugeschnitten ist — reine Standardseminare ohne Praxisbezug entfalten oft nur begrenzten Nutzen.

Potenzielle Probleme

Probleme entstehen häufig, wenn Methodenwissen nur theoretisch vermittelt wird, ohne den Transfer in den Projektalltag zu sichern. Ebenso kritisch ist es, wenn unterschiedliche Methoden parallel genutzt werden, aber keine Klarheit über Schnittstellen, Zuständigkeiten und Entscheidungswege besteht. Kein Sinn ergibt ein Methodentraining, wenn die Organisation nicht bereit ist, Strukturen, Prozesse und Entscheidungslogiken an die gewählte Methode anzupassen — dann bleibt die Methode ein reines Etikett und wird nicht wirksam gelebt.

bottom of page