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Technisches Training

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Einordnung POM

Das Technische Training ist ein Element der Projektvorbereitung innerhalb des Project Operation Models (POM) und dient dazu, das Projektteam fachlich auf die spezifischen Inhalte und Technologien des Projekts vorzubereiten. Es vermittelt das notwendige Domänen-, System- oder Produktwissen — beispielsweise zu Baustandards, Softwarearchitekturen, Funksystemen, Fertigungstechnologien, regulatorischen Anforderungen oder technischen Tool-Landschaften. Ziel ist es, ein gemeinsames technisches Verständnis zu schaffen, damit Entscheidungen fundiert getroffen und Projektinhalte fachlich sauber umgesetzt werden können.

Warum Technisches Training?

Der Mehrwert eines Technischen Trainings liegt darin, dass es fachliche Wissenslücken schließt, Fehlinterpretationen reduziert und die Qualität der Arbeitsergebnisse deutlich erhöht. Besonders in komplexen oder sicherheitskritischen Projekten ist es entscheidend, dass alle Beteiligten die gleichen technischen Grundlagen und Rahmenbedingungen kennen. Technisches Training unterstützt darüber hinaus die Zusammenarbeit zwischen Fachabteilungen, reduziert Abstimmungsaufwände und erleichtert die Einarbeitung neuer Teammitglieder.

Inhalt des Technischen Trainings

Ein Technisches Training umfasst die Vermittlung von projektrelevantem Fachwissen — je nach Kontext sehr unterschiedlich. Beispiele sind: bautechnische Normen und Ausführungsdetails im Bauwesen, Softwarearchitektur-Konzepte und Schnittstellen in der Entwicklung, Netztechnologie und Frequenzplanung in der Telekommunikation, Produktlebenszyklen und Fertigungsprozesse in der Industrie oder regulatorische Anforderungen in Forschung und Medizintechnik. Ergänzend werden häufig praktische Anwendungsbeispiele, Systemdemos, Simulationen oder Laborübungen integriert, um Theorie und Praxis zu verbinden.

Randbedingungen

Das Technische Training sollte möglichst früh in der Projektvorbereitung stattfinden — und idealerweise regelmäßig aktualisiert werden, wenn neue Technologien, Versionen oder Standards hinzukommen. Es richtet sich an alle Personen, die inhaltlich an der technischen Umsetzung beteiligt sind — einschließlich Projektleitung, Fachabteilungen, Qualitätssicherung und ggf. Auftraggebervertreter. Voraussetzungen sind eine klare Definition der technischen Zielsetzung, Zugang zu relevanten Unterlagen sowie die Bereitschaft, technisches Wissen strukturiert zu dokumentieren und zu teilen.

Wer führt das Training durch?

Technische Trainings werden je nach Thema von internen Fachexperten, Herstellern, Systemlieferanten, Forschungseinrichtungen oder spezialisierten Trainingsanbietern durchgeführt. Formate reichen von kurzen Einweisungen über Schulungsreihen bis hin zu zertifizierten Fachkursen. Besonders wirkungsvoll sind Trainings, die stark projektspezifisch zugeschnitten sind — also reale Komponenten, Dokumente und Szenarien des Projekts berücksichtigen.

Potenzielle Probleme

Probleme entstehen häufig, wenn technisches Wissen nur bei Einzelpersonen liegt und nicht systematisch geteilt wird — oder wenn Trainings zu allgemein gehalten sind und keinen Bezug zum Projekt herstellen. Ebenso kritisch ist es, wenn technisches Training einmalig erfolgt, obwohl sich Technologien oder Anforderungen im Projektverlauf ändern. Kein Sinn ergibt ein Technisches Training, wenn das Gelernte nicht in Standards, Spezifikationen oder Arbeitsanweisungen überführt wird — dann bleibt das Wissen informell und ist nicht nachhaltig gesichert.

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