Qualitätsplanung
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Einordnung POM
Die Qualitätsplanung ist ein wesentlicher Bestandteil der Projektplanungsphase und innerhalb des Project Operation Models (POM) fest verankert. Sie legt den Grundstein für ein systematisches Qualitätsmanagement während der Projektdurchführung. Dabei wird definiert, welche Qualitätsanforderungen im Projekt gelten, wie deren Einhaltung überprüft wird und welche Standards, Methoden und Messgrößen angewendet werden, um die geforderte Qualität sicherzustellen. Ziel der Qualitätsplanung ist es, klare Qualitätsziele und -kriterien festzulegen, die sich aus den Projektzielen, Kundenerwartungen und organisatorischen Vorgaben ableiten. Dadurch wird sichergestellt, dass Qualität nicht dem Zufall überlassen wird, sondern aktiv geplant werden kann.
Warum Qualitätsplanung?
Der Mehrwert der Qualitätsplanung liegt in der Vermeidung von Qualitätsabweichungen innerhalb der Projektdurchführung. Dies gelingt durch die frühzeitige Definition klarer Qualitätsziele und Qualitätsstandards, die in der Projektdurchführung gezielt in Qualitätssicherung und Qualitätskontrolle angewendet werden. Gleichzeitig schafft die Qualitätsplanung Verbindlichkeit über die Anforderungen zu den Projektzielen und stellt damit sicher, dass das Projekt von Beginn an in die richtige Richtung gesteuert wird. Durch die Festlegung von Prüfkriterien, Messgrößen und Verantwortlichkeiten entsteht Transparenz für Auftraggeber, Projektteam und Stakeholder. So leistet die Qualitätsplanung einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung, Risikominimierung und Stabilisierung der Projektergebnisse.
Methodische Expertise
Für die Erstellung einer fundierten Qualitätsplanung sind methodische Kenntnisse im Qualitätsmanagement sowie Erfahrung im jeweiligen Projektumfeld unerlässlich. Dazu gehören Kenntnisse über relevante Normen und Standards (z. B. ISO 9001 oder interne QM-Richtlinien). Ebenso wichtig ist ein ausgeprägtes analytisches Denkvermögen, um Qualitätsrisiken, Einflussfaktoren und Abweichungen frühzeitig zu erkennen und strukturiert zu bewerten. Ergänzend benötigt die Qualitätsplanung vertiefte inhaltliche Kenntnisse über das konkrete Projekt, seine Produkte, Prozesse und Schnittstellen – nur so können Qualitätsziele realistisch, messbar und überprüfbar formuliert und anschließend wirkungsvoll gesteuert werden.
Potenzielle Probleme
Fehler bei der Qualitätsplanung entstehen häufig durch unklare Qualitätskriterien, fehlende Messgrößen oder eine mangelhafte Einbindung der Stakeholder. Wird Qualität zu vage definiert, kann sie weder überprüft noch sichergestellt werden. Auch das Fehlen von Verantwortlichkeiten oder die Nichtberücksichtigung von Qualitätsaufwand in der Zeitplanung führen oft zu Problemen in der späteren Umsetzung.
Voraussetzungen
Als Voraussetzungen für eine erfolgreiche Qualitätsplanung gelten klare Projektziele und Abnahmekriterien, ein definierter Projektstruktur- und Ablaufplan, sowie ein Verständnis der Kunden- und Stakeholderanforderungen. Ergänzend sind eine abgestimmte Rollen- und Kommunikationsstruktur, in der Qualitätsverantwortliche benannt sind, sowie ein Überblick über verfügbare Ressourcen und Prüfmethoden notwendig.
Nur wenn diese Grundlagen vorhanden sind, kann die Qualitätsplanung wirksam in das Gesamtprojekt integriert und zu einem stabilen Qualitätsmanagement weiterentwickelt werden.
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